Pressebericht über die Veranstaltung "Unsere Zukunft vor Ort gestalten" vom 16.10.2010

Trotz schwacher Teilnehmerzahl gutes Ergebnis
Lokale Agenda fahndete nach neuen Ideen

Seit zehn Jahren gibt es die Lokale Agenda – Gruppe von Edingen-Neckarhausen. Da der harte Kern nach anfänglicher Euphorie einen stetigen Schwund ausgesetzt war, plante man für das Jubiläumsjahr eine Art Zukunftsveranstaltung für alle Bürger und Bürgerinnen. Das Ereignis mit dem Titel „Unsere Zukunft vor Ort gestalten“ wurde kostenintensiv mit Plakaten beworben, entsprechend groß war die Erwartungshaltung der Aktiven in der herbstlich dekorierten Eduard-Schläfer-Halle. Doch zu Beginn der Veranstaltung folgte die Enttäuschung, denn nur wenige neue Gesichter waren zu sehen. In der nächsten Zeit wird man sich mit den Gründen der geringen Teilnehmerzahl beschäftigen müssen. Bürgermeister Roland Marsch begrüßte dennoch die Anwesenden und blickte kurz auf die Entwicklung und umgesetzte Projekte, wie z.B. die Pflanzen- und Fahrradbörse oder der Solartag, der Lokalen Agenda zurück. Der ehemalige Schuldirektor, der durch den Nachmittag führte, erklärte den Ablauf der nächsten Stunden. In Gruppen eingeteilt wurde nach der World-Café-Methode zunächst nach den typischen Merkmalen Edingen-Neckarhausens gesucht, anschließend überlegte man sich umsetzbare Visionen für das „Edingen-Neckarhausen 2025“, denn „wer Visionen hat, soll nicht zum Arzt, sondern passt perfekt zur Lokalen Agenda, so Ebel.“ In der letzten Runde beschäftigte man sich dann mit der Realisierung der Ideen. In motivierter Atmosphäre erarbeiteten sich die Teilnehmer, unterstützt durch Kaffee, Knabbereien und frischen Apfelsaft, vollgeschriebene Plakate, die abschließend vorgestellt wurden. Obwohl es zwar weniger Ideengeber als gedacht gab, konnten ehrenamtlichen Organisatoren mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die größte Nachfrage konnten die nicht klar abgrenzbaren Themenfelder Freizeit und Soziales , Verkehr und Umwelt/Energie für sich verbuchen. Diese werden dann auch am Folgetermin, dem 28.10.2010, um 19 Uhr im Bürgersaal des Edinger Rathauses in Kleingruppen weiter bearbeitet. Auch zu diesem Termin sind interessierte Bürger eingeladen, sich einzubringen. Foe

Ergebnisse:

Freizeit und Soziales:

- Podeste über/auf dem Fluss am betonierten Weg in Edingen

- für Vereinsfusionen Randbedingungen schaffen und Kooperationen fördern

- Ausbau Sportzentrum, Attraktivität steigern

- effektivere Nutzung der Schlösser durch mehr (kulturelle) Veranstaltungen

- Edinger Schloss: Café, Ausstellungen

- gemeinsame Projekte/Aktionen für funktionierende Integration

- Jugendtreff für alle oder niemanden ?

- Generationen übergreifendes Leben: Schulen öffnen, Ehrenamt fördern (bsp. Betreuung), Patenschaftsmodell [Rent-a-Oma]), Mehrgenerationenhäuser auf privater Basis

- Spielplatz für größere Kinder: Umsetzung z.B. durch Aufsicht von Sozialarbeitern des JUZ; Jugendliche erstellen Spielplatz selbst (Begleitung bsp. von Eltern, Vereine, SWR1-Initiative)

- Reparaturwerkstatt innerhalb des JUZ z.B. für Möbel-Instandhaltungsmaßnahmen (siehe Jugendtreff Friedrichsfeld)

- professionell umgesetzte Freiwilligenbörse


Verkehr:

- Verkehrskonzept: Ortsumgehung/-lenkung

- Sicherheit für Fahrräder: Fahrradboxen, - parkhaus,


Umwelt und Energie:

- organisierte Fahrten ins Edinger Ried mit fachmännischer Führung

- grüne Gemeinde: Brachflächen innerorts begrünen; „Neckarvorland“ bei Krottenneckar; Wiese zwischen Edingen und Neckarhausen; mehr Biotope und deren Vernetzung

- öff. Kräutergarten für Alle

- mehr Windenergie nutzen

-„Neckarpfad“ mit wissenswerten Schautafeln

- Neckarweg in Edingen für Aufführungen / Veranstaltungen einige Stunden sperren (z.B. unterhalb Rathaus)