Trotz schwacher Teilnehmerzahl gutes
Ergebnis
Lokale Agenda fahndete nach neuen Ideen
Seit zehn Jahren gibt es die Lokale
Agenda – Gruppe von Edingen-Neckarhausen. Da der harte Kern nach
anfänglicher Euphorie einen stetigen Schwund ausgesetzt war, plante
man für das Jubiläumsjahr eine Art Zukunftsveranstaltung für alle
Bürger und Bürgerinnen. Das Ereignis mit dem Titel „Unsere
Zukunft vor Ort gestalten“ wurde kostenintensiv mit Plakaten
beworben, entsprechend groß war die Erwartungshaltung der Aktiven in
der herbstlich dekorierten Eduard-Schläfer-Halle. Doch zu Beginn der
Veranstaltung folgte die Enttäuschung, denn nur wenige neue
Gesichter waren zu sehen. In der nächsten Zeit wird man sich mit den
Gründen der geringen Teilnehmerzahl beschäftigen müssen.
Bürgermeister Roland Marsch begrüßte dennoch die Anwesenden und
blickte kurz auf die Entwicklung und umgesetzte Projekte, wie z.B.
die Pflanzen- und Fahrradbörse oder der Solartag, der Lokalen Agenda
zurück. Der ehemalige Schuldirektor, der durch den Nachmittag
führte, erklärte den Ablauf der nächsten Stunden. In Gruppen
eingeteilt wurde nach der World-Café-Methode zunächst nach den
typischen Merkmalen Edingen-Neckarhausens gesucht, anschließend
überlegte man sich umsetzbare Visionen für das
„Edingen-Neckarhausen 2025“, denn „wer Visionen hat, soll nicht
zum Arzt, sondern passt perfekt zur Lokalen Agenda, so Ebel.“ In
der letzten Runde beschäftigte man sich dann mit der Realisierung
der Ideen. In motivierter Atmosphäre erarbeiteten sich die
Teilnehmer, unterstützt durch Kaffee, Knabbereien und frischen
Apfelsaft, vollgeschriebene Plakate, die abschließend vorgestellt
wurden. Obwohl es zwar weniger Ideengeber als gedacht gab, konnten
ehrenamtlichen Organisatoren mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die
größte Nachfrage konnten die nicht klar abgrenzbaren Themenfelder
Freizeit und Soziales , Verkehr und Umwelt/Energie für sich
verbuchen. Diese werden dann auch am Folgetermin, dem 28.10.2010, um
19 Uhr im Bürgersaal des Edinger Rathauses in Kleingruppen weiter
bearbeitet. Auch zu diesem Termin sind interessierte Bürger
eingeladen, sich einzubringen. Foe
Ergebnisse:
Freizeit und Soziales:
- Podeste über/auf dem Fluss am betonierten Weg in Edingen
- für Vereinsfusionen Randbedingungen schaffen und Kooperationen fördern
- Ausbau Sportzentrum, Attraktivität steigern
- effektivere Nutzung der Schlösser durch mehr (kulturelle) Veranstaltungen
- Edinger Schloss: Café, Ausstellungen
- gemeinsame Projekte/Aktionen für funktionierende Integration
- Jugendtreff für alle oder niemanden ?
- Generationen übergreifendes Leben: Schulen öffnen, Ehrenamt fördern (bsp. Betreuung), Patenschaftsmodell [Rent-a-Oma]), Mehrgenerationenhäuser auf privater Basis
- Spielplatz für größere Kinder: Umsetzung z.B. durch Aufsicht von Sozialarbeitern des JUZ; Jugendliche erstellen Spielplatz selbst (Begleitung bsp. von Eltern, Vereine, SWR1-Initiative)
- Reparaturwerkstatt innerhalb des JUZ z.B. für Möbel-Instandhaltungsmaßnahmen (siehe Jugendtreff Friedrichsfeld)
- professionell umgesetzte Freiwilligenbörse
Verkehr:
- Verkehrskonzept: Ortsumgehung/-lenkung
- Sicherheit für Fahrräder: Fahrradboxen, - parkhaus,
Umwelt und Energie:
- organisierte Fahrten ins Edinger Ried mit fachmännischer Führung
- grüne Gemeinde: Brachflächen innerorts begrünen; „Neckarvorland“ bei Krottenneckar; Wiese zwischen Edingen und Neckarhausen; mehr Biotope und deren Vernetzung
- öff. Kräutergarten für Alle
- mehr Windenergie nutzen
-„Neckarpfad“ mit wissenswerten Schautafeln
- Neckarweg in Edingen für
Aufführungen / Veranstaltungen einige Stunden sperren (z.B.
unterhalb Rathaus)